Miguel Artín Caetano Jorge Albert Mallebrera

Artículo redactado y revisado por Jorge, Miguel y Caetano

Schwere Beine im Sommer. Wenn du in diesen Monaten bemerkst, dass deine Beine am Ende des Tages anschwellen, du dich am Nachmittag nur schwer anziehen kannst oder eine Müdigkeit verspürst, die du im Winter nicht hattest ... dann wirst du nicht plötzlich im Juni älter. Schuld ist die Wärme – und dafür gibt es eine Erklärung und eine viel einfachere Lösung, als es scheint.

In diesem Ratgeber erfährst du, warum Wärme die Beine anschwellen lässt, welche Rolle dein venöses und lymphatisches System dabei spielt und wie dir die Pressotherapie wirklich helfen kann.

Was du wissen musst Schnelle Antwort
Warum die Beine im Sommer anschwellen Die Wärme erweitert die Venen, das Blut zirkuliert langsamer und Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus
Was ist die Pressotherapie? Sequenzielle pneumatische Kompression, die die Muskelpumpe des Beins nachahmt
Macht die Behandlung schlank? Nein. Sie bewegt zurückgehaltene Flüssigkeit, verbrennt aber kein Fett
Dauer der Sitzung 20–30 Minuten, mit angenehmem, niemals schmerzhaftem Druck
Bester Zeitpunkt Am Ende des Tages oder nach dem Sport
Wichtigste Gegenanzeige Venenthrombose oder Verdacht auf Blutgerinnsel

Warum die Beine bei Wärme anschwellen

Zunächst ist es wichtig zu verstehen, was mit deinem Körper passiert, wenn die Temperaturen steigen. Wärme führt zu einer sogenannten Vasodilatation: Die Venen erweitern sich, um die Körperwärme besser abzugeben. Das ist ein natürlicher und notwendiger Mechanismus zur Temperaturregulierung – hat aber eine unangenehme Nebenwirkung.

Wenn sich die Venen erweitern, zirkuliert das Blut langsamer und sammelt sich tendenziell im unteren Körperbereich, besonders wenn du viele Stunden stehst oder sitzt. Gleichzeitig tritt ein Teil der Flüssigkeit aus den Gefäßen ins Gewebe aus, und dann entstehen Schwellungen, Schweregefühl und in vielen Fällen Schmerzen.

Du wirst im Juni nicht plötzlich älter. Je wärmer es ist, desto stärker erweitern sich die Blutgefäße und desto mehr Flüssigkeit sammelt sich in den Beinen.

Das venöse und lymphatische System: die Pumpe, die im Sommer versagt

Hier kommt ein System ins Spiel, über das wenig gesprochen wird, das aber entscheidend ist: das venöse und das lymphatische System. Die Venen müssen das Blut von den Füßen zurück zum Herzen transportieren, also gegen die Schwerkraft. Dabei helfen ihnen Klappen und vor allem die Beinmuskeln, die bei jedem Schritt wie eine Pumpe wirken.

Das Lymphsystem wiederum sammelt überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe. Wenn es warm ist, bewegen wir uns weniger oder verbringen viele Stunden regungslos, und diese Muskelpumpe arbeitet nur wenig. Das Ergebnis kennen wir alle: geschwollene, müde und schmerzende Beine.

Was ist die Pressotherapie und wie wirkt sie?

Pressotherapie ist eine Behandlung, die auf Luftkammern basiert, die sich nacheinander am Bein auf- und abpumpen. Im Wesentlichen ahmt sie diese Muskelpumpe nach und verstärkt sie, wenn sie manchmal nicht ausreicht.

Die Pressotherapie-Hosen werden beginnend am Fuß und Knöchel aufgepumpt und erhöhen den Druck schrittweise bis zum Oberschenkel. Diese Bewegung von unten nach oben drückt das venöse Blut und die Lymphe in die richtige Richtung, hilft dabei, das Bein zu entleeren, und verhindert, dass sich Flüssigkeiten ansammeln. Sie gibt deinem Kreislaufsystem gewissermaßen den nötigen Impuls, den Hitze und Bewegungsmangel ihm nehmen.

▶ Caetano, Physiotherapeut und kaufmännischer Leiter von Wellbeinn, erklärt in einem Video, warum die Beine im Sommer anschwellen und wie Pressotherapie dabei hilft

Was die Wissenschaft sagt

Und das ist kein Marketing, sondern wissenschaftlich belegt. Die intermittierende pneumatische Kompression, die technische Bezeichnung für Pressotherapie, wird im medizinischen Bereich seit Jahrzehnten eingesetzt, um den venösen Rückfluss und den Lymphabfluss zu fördern.

Studien zeigen bei sequenziellen Kompressionsprotokollen sehr deutliche Verringerungen von Ödemen in den Extremitäten. Sie wurden sogar mit der manuellen Lymphdrainage durch einen Physiotherapeuten verglichen, wobei die Ergebnisse bei der Verringerung der Schwellung sehr ähnlich waren. Wir sprechen also über ein wissenschaftlich belegtes physikalisches Prinzip und nicht über einen vorübergehenden Trend.

Was du an einem ganz normalen Tag bemerken wirst

Der erste und unmittelbarste Effekt ist die Linderung des Schweregefühls. Nach einer Sitzung beschreiben die meisten Menschen ihre Beine als leichter und entlasteter.

Der zweite Effekt ist die Verringerung leichter Schwellungen, die entstehen, wenn man viele Stunden steht, lange mit dem Auto oder Flugzeug unterwegs ist oder einfach durch Hitze. Der dritte ist das Gefühl von Erholung und muskulärer Entspannung, denn diese rhythmische Massage hilft, angesammelte Spannungen zu lösen.

Und wenn du Sport treibst, ist Pressotherapie ein sehr beliebtes Hilfsmittel, damit sich die Beine besser erholt anfühlen. Dabei sollte man jedoch ehrlich sein: Die wissenschaftlichen Belege dafür, dass sie die tiefe Muskelregeneration tatsächlich beschleunigt, sind uneinheitlich. Klar ist jedoch, dass die meisten Sportler von einem geringeren Müdigkeitsgefühl in den Beinen berichten.

Macht Pressotherapie schlank?

Eine sehr häufige Frage ist, ob man durch die Pressotherapie abnimmt. Hier muss man klar und ehrlich sein: Pressotherapie verbrennt kein Fett und führt nicht zu echtem Gewichtsverlust.

Was sie tatsächlich bewirkt, ist, eingelagerten Flüssigkeiten entgegenzuwirken. Dadurch können sich die Beine schlanker oder weniger aufgebläht anfühlen, besonders bei starker Wassereinlagerung. Das bedeutet jedoch keinen Fettverlust, sondern die Ausscheidung überschüssiger Flüssigkeit.

Sie kann bei Problemen wie Flüssigkeitseinlagerungen und einem Schweregefühl oder als Ergänzung bei der Behandlung von Cellulite Teil eines gesunden Lebensstils sein, aber niemals einen gesunden Ernährungs- und Bewegungsstil ersetzen. Bei Erkrankungen wie Lipödem oder Fibromyalgie berichten manche Menschen von einer Linderung der Symptome, doch dies sollte immer von einer Fachperson beurteilt werden.

So wendest du sie richtig an

Davon hängt ein großer Teil des Ergebnisses ab. Ideal sind Sitzungen von zwanzig bis dreißig Minuten bei einem angenehmen Druck: Es darf niemals schmerzen. Eine moderate, anhaltende Intensität ist besser, als den Druck maximal zu erhöhen und zu glauben, dass es dadurch besser wirkt – das stimmt nicht.

Ein besonders geeigneter Zeitpunkt ist am Ende des Tages, wenn sich die Beine schwerer anfühlen, oder nach dem Sport.

Tipp vom Physiotherapeuten: Kombiniere sie mit dem Hochlagern der Beine, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und täglichem Gehen, denn die beste Pumpe für deine Beine ist nach wie vor Bewegung. Die Pressotherapie ergänzt diese Maßnahmen, ersetzt sie aber nicht.

Was ein gutes Gerät bieten sollte

Achte bei einer Pressotherapie-Maschine darauf, dass die Kompression sequenziell erfolgt, also die Kammern von unten nach oben aufgepumpt werden und nicht der gesamte Boot gleichzeitig. Sie sollte mehrere Kammern oder Aufsätze für eine umfassendere Behandlung haben. Außerdem sollte sie eine Regulierung von Druck und Dauer ermöglichen, damit du sie an dich anpassen kannst. Die Boots sollten außerdem gut zu deiner Größe passen, denn eine schlechte Passform mindert die Wirksamkeit.

Heutzutage haben sich Geräte für zu Hause enorm weiterentwickelt: Sie sind kompakter, leiser und deutlich erschwinglicher als noch vor einigen Jahren. Pressotherapie zu Hause ist daher längst nicht mehr Kliniken vorbehalten.

20-30Min.
Das ist die ideale Dauer für jede Sitzung. Länger oder mehr Druck bedeutet nicht automatisch ein besseres Ergebnis – entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht die Intensität.
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Kontraindikationen – Sicherheit geht vor

Die Pressotherapie darf nicht angewendet werden, wenn du eine Venenthrombose oder den Verdacht auf Blutgerinnsel hast, da die Kompression diese möglicherweise mobilisieren könnte. Sie ist auch bei schwerer Herzinsuffizienz, akuten Hautinfektionen am Bein wie einer Zellulitis, offenen Wunden oder einer schweren arteriellen Erkrankung nicht angezeigt.

Wichtig: Wenn du schwanger bist, an einer Gefäßerkrankung leidest oder medizinische Fragen hast, konsultiere vorher deinen Arzt oder Physiotherapeuten. Bei sachgemäßer Anwendung und für die richtige Person ist sie ein sicheres und sehr angenehmes Hilfsmittel.

Häufig gestellte Fragen

Warum schwellen die Beine im Sommer stärker an?

Durch die Vasodilatation: Wärme führt dazu, dass sich die Venen erweitern, um die Körpertemperatur besser abzugeben. Dadurch verlangsamt sich die Durchblutung, und Flüssigkeit tritt leichter aus den Gefäßen in das Gewebe aus, was Schwellungen und ein Schweregefühl verursacht. Das ist keine plötzliche Alterung, sondern saisonbedingte Physiologie.

Macht Kompressionstherapie schlank oder baut sie Fett ab?

Nein. Kompressionstherapie verbrennt kein Fett und führt nicht zu einem echten Gewichtsverlust. Sie mobilisiert zurückgehaltene Flüssigkeit, wodurch sich die Beine schlanker anfühlen können, insbesondere bei starker Wassereinlagerung. Dabei wird jedoch Flüssigkeit und kein Fett abgebaut.

Wie lange sollte eine Sitzung mit Kompressionstherapie dauern?

Ideal sind Sitzungen von 20 bis 30 Minuten mit einem angenehmen Druck, der niemals schmerzen darf. Eine moderate, anhaltende Intensität wirkt besser als maximaler Druck, der das Ergebnis nicht beschleunigt, sondern nur unangenehm ist.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Anwendung?

Am Ende des Tages, wenn sich die Beine am schwersten anfühlen, oder nach dem Sport. Die Kombination mit Hochlagern der Beine, ausreichend Wasser und täglichem Gehen verstärkt die Wirkung, denn die beste Pumpe für deine Beine ist nach wie vor Bewegung.

Was sollte ein gutes Kompressionstherapiegerät für zu Hause bieten?

Die Kompression sollte sequentiell erfolgen (von unten nach oben und nicht am gesamten Stiefel gleichzeitig), mehrere Kammern für eine vollständige Behandlung bieten, eine Regulierung von Druck und Zeit ermöglichen und die Stiefel sollten gut zu deiner Größe passen. Eine schlechte Passform beeinträchtigt die Wirksamkeit der Behandlung.

Wer sollte keine Kompressionstherapie anwenden?

Sie sollte bei Venenthrombosen oder Verdacht auf Blutgerinnsel, schwerer Herzinsuffizienz, akuten Hautinfektionen wie einer Zellulitis, offenen Wunden oder schweren arteriellen Erkrankungen nicht angewendet werden. Wenn du schwanger bist oder an einer Gefäßerkrankung leidest, solltest du vorher deinen Arzt oder Physiotherapeuten fragen.

Hilft sie bei der sportlichen Regeneration?

Bei Sportlern ist sie sehr beliebt, damit sich die Beine schneller erholt anfühlen. Die Belege dafür, dass sie die tiefe Muskelregeneration beschleunigt, sind gemischter. Die meisten Anwender berichten jedoch nach der Sitzung von einem geringeren Ermüdungsgefühl in den Beinen.

Ist das dasselbe wie eine manuelle Lymphdrainage?

Nicht ganz, aber Studien, die die sequentielle pneumatische Kompression mit der manuellen Lymphdrainage durch einen Physiotherapeuten vergleichen, zeigen sehr ähnliche Ergebnisse bei der Verringerung von Schwellungen. Es handelt sich um ein bewährtes physikalisches Prinzip, nicht um einen Trend.

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1 Kommentar

  • Delphine
    • Delphine
    • 5. Juli 2026 um 11:54

    Bonjour

    Est ce des bottes ou un pantalon ?

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